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Artikel „Der Mendel Code“
Die Wochenzeitschrift Euro
Nr. 41/09 veröffentlichte unter anderem den Artikel „Der Mendel Code“, der
einige ungenaue Angaben enthielt. Nach Aussage des Autors Martin Rychlík
geschah dies aus Versehen, keinesfalls mit Absicht. Daher halten wir es für
unsere Pflicht darauf zu reagieren, damit sich jeder, der
an diesem Thema interessiert ist, ein Bild machen kann.
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Im Untertitel des Artikels lesen wir, dass sich Tschechien um die Rückgabe des
Gründungswerkes der Genetik bemüht. Weiter wird im Text angeführt, dass sich
die Brünner Augustinerabtei um die
Rückgabe der betreffenden Arbeit Mendels bemüht. Das entspricht jedoch nicht
den Tatsachen. Was uns Altbrünner Augustiner betrifft kann man in dieser Causa
nur bestätigen, dass wir hoffen, dass dieses Manuskript Mendels sich weiterhin
im Besitz des Wiener Vikariats befindet, dem Mendels Arbeit in der
kommunistischen Ära zur Aufbewahrung übergeben wurde.
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Der Artikel soll den Leser unter anderem auch bis in den Vatikan selbst führen.
Wir sind jedoch überzeugt, dass diese Adresse nicht korrekt ist. Sollten wir
beim Lesen der Geschichte in unserer Phantasie irgendwohin pilgern, so sollte es
„nur“ nach Rom sein.
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Am Ende des Artikels stellt der Autor die Frage, ob sich diese Handschrift des
genialen Mendels in den Händen einer Privatperson befinden sollte, auch wenn es
sich dabei um einen kirchlichen Würdenträger handelt. Aufgrund unserer
Informationen war und ist der erwähnte Clemens Richter aus Stuttgart kein
kirchlicher Würdenträger.
Wir hoffen, dass diese kurze Präzisierung behilflich ist, kleine
Ungenauigkeiten in dem oben erwähnten Artikel klarzustellen. Es ist nämlich im
Bereich der tschechischen Medien nicht ungewöhnlich, dass ungenaue
Erstinformationen ungeprüft weitergegeben werden, was oft zu einer Entwertung
des eigentlichen Inhalts der angebotenen Information führt. In diesem Falle wäre
das schade.
Lukáš Evžen
Martinec, OSA
Abt